Langaus

Eine in Wien gegen Ende des 18. Jh.s modische Tanzform; unterscheidet sich musikalisch (durchwegs aus zwei 16taktigen Perioden bestehend) nicht von den Deutschen und Ländlern der Zeit.

Die Spezifik bestand v. a. in der Ausführung (sehr rasch, Durchmessen des Tanzsaales durch das Tanzpaar mit möglichst wenigen Walzer-ähnlichen Umdrehungen), die von Zeitgenossen stark kritisiert, ja als gesundheitsschädlich gebrandmarkt wurde. Die Zusammenstellung von je einem halben oder ganzen Dutzend Tänzen mit abschließender Coda entspricht barocken Traditionen (Menuett). Der L. (Betonung auf der letzten Silbe) ist eine durchaus vorübergehende Erscheinung geblieben.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Rudolf Flotzinger

Letzte inhaltliche Änderung

16.2.2023

Empfohlene Zitierweise

Rudolf Flotzinger, Art. „Langaus“ (16.2.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d6dc (abgerufen am )

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