in der germanistischen Mönch-Literatur mit dem Sigel „E“ belegt. Sie umfasst 82 Blätter (fol. 107–187v) und dürfte zwischen 1470/85 (wie die sog. Mondsee-Wiener Liederhandschrift, mit der sie sogar eine Schreiberhand gemeinsam hat) in Salzburg entstanden und bald darauf nach Lambach gelangt sein (ob der fol. 168r genannte „Sittawer“ u. U. als ein Schreiber oder Besitzer in Frage käme, ist offen). 20 der insgesamt 24 Lieder, darunter auch einige Unica, werden hier „Johann ain Munich“ zugeschrieben, der von der Forschung meist mit dem sog. Mönch von Salzburg gleichgesetzt wird. Eine besondere Bekanntheit hat der sog. Martinskanon erlangt (Kanon, Martinslied).
Literatur
- RISM IV3,105
- F. V. Spechtler et al. (Hg.), Der Mönch von Salzburg. Lieder des Mittelalters 1980
- F. A. Mayer/H. Rietsch, Die Mondsee-Wiener Liederhs. und der Mönch von Salzburg 1896
- MGÖ 1 (1995)
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Lambacher Liederhandschrift“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d6d1 (abgerufen am )
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