Lambacher Liederhandschrift

Teil in einer Sammelhandschrift, die 1830 aus dem Benediktinerstift Lambach in die Österreichische Nationalbibliothek (A-Wn 4696) gelangte;

in der germanistischen Mönch-Literatur mit dem Sigel „E“ belegt. Sie umfasst 82 Blätter (fol. 107–187v) und dürfte zwischen 1470/85 (wie die sog. Mondsee-Wiener Liederhandschrift, mit der sie sogar eine Schreiberhand gemeinsam hat) in Salzburg entstanden und bald darauf nach Lambach gelangt sein (ob der fol. 168r genannte „Sittawer“ u. U. als ein Schreiber oder Besitzer in Frage käme, ist offen). 20 der insgesamt 24 Lieder, darunter auch einige Unica, werden hier „Johann ain Munich“ zugeschrieben, der von der Forschung meist mit dem sog. Mönch von Salzburg gleichgesetzt wird. Eine besondere Bekanntheit hat der sog. Martinskanon erlangt (Kanon, Martinslied).

Literatur

Autor

  • Rudolf Flotzinger

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Rudolf Flotzinger, Art. „Lambacher Liederhandschrift“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d6d1 (abgerufen am )

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