Studierte und debütierte in Stockholm. 1868 sang er an der Dresdener Hofoper, 1869 Debüt am Kärntnertortheater als Vasco de Gama in der Afrikanerin von G. Meyerbeer. Bis 1883 im Verband der Wiener Hofoper, ging dann 1883/84 nach Stockholm und anschließend an das Deutsche Theater in Rotterdam/NL, bis 1889 sang er am Stadttheater Bremen/D, danach betätigte er sich in Schweden als Pädagoge. Er besaß einen ausdruckskräftigen, dramatischen Heldentenor und feierte in Wien als Tannhäuser, Lohengrin, Robert in Robert der Teufel und Eleazar in Die Jüdin (J.-F.-F. Halévy) große Erfolge. Er war der erste Wiener Rienzi (1871) und Siegmund (1877). Am 22.5.1883 trat der auch von Rich. Wagner sehr geschätzte Sänger als Stolzing in den Meistersingern zum letzten Mal vor das Wiener Publikum.
Literatur
- K-R 1997 u. 2000
- Kosch 2 (1960)
- Eisenberg 1903
- R. Wallaschek, Das k. k. Hofoperntheater 1909
- J. Stern, Das Hof-Operntheater , 2 Bde. [o. J.]
- Th. Helm, Fünfzig Jahre Wr. Musikleben (1866–1916) , hg. v. M. Schönherr 1974
Abbildungen
Autor
- Michael Jahn
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Michael Jahn, Art. „Labatt, Leonhard“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d6d5 (abgerufen am )
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