Kürzinger, Paul Ignaz

* 28.4.1750 Mergentheim/D, † nach 1820 Wien

Komponist, Musikdirektor und -pädagoge

Erhielt von seinem Vater Franz Xaver K. Musikunterricht und studierte dann in München (auch Jus), vielleicht auch in Italien. 1775 war er am Münchner Hof angestellt, 1777 in der Kapelle des Fürsten Thurn und Taxis in Regensburg/D sowie als Musikdirektor am dortigen Hoftheater (1780–83). Kaiser Joseph II. fand Gefallen an einer zu seinen Ehren komponierten Festmusik, woraus sich K.s Berufung nach Wien ergab. Dort wirkte er als Musikdirektor an einem Erziehungsinstitut.

Werke

Opern (La Contessina [T: C. Goldoni] 1775), Singspiele Die Illumination 1787 [M: verschollen], Le gelosie fortunate [gem. m. Pasquale Anfossi] 1788; Ballette; Vokalmusik (Kantate La sconfitta di Sisara, Duette, Quartett); Sinfonien; 12 Dt. Tänze 1788.

Literatur

  • ÖBL 4 (1969)
  • MGG 7 (1958)
  • GerberNTL 3 (1813)
  • EitnerQ 5 (1901)
  • Wurzbach 13 (1865)
  • NGroveD 14 (2001)
  • Hadamowsky 1966

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Kürzinger, Paul Ignaz“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d665 (abgerufen am )

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