Küchl, Brüder

Geistlicher und Musiker

Ulrich: * 22.11.1943 Königsberg/D (Kaliningrad/RUS), † 12.5.2026 bei Drahov/CZ. Komponist und Propst. Übersiedelte 1949 nach Waidhofen an der Ybbs/NÖ. Studierte 1962–67 an der Theologischen HSch. St. Pölten (Priesterweihe 1967), daneben Kirchenmusik an der Diözesan-Kirchenmusikschule. Ab 1972 Pfarrer in Waldkirchen an der Thaya/NÖ, 1976–2009 Propst des Kollegiatstiftes Eisgarn/NÖ. 1984/85 setzte K. sein Kompositionsstudium bei G. v. Einem fort. Weiters war er Mitglied der Diözesankommission für Kirchenmusik und bischöflicher Referent für Kunst und Kultur in St. Pölten. Arbeitete mit dem K.-Quartett zusammen. K. betrachtete sich aufgrund der Mischung von neuromantischen Stilelementen mit jenen der Zwölftontechnik oder der Minimal music als Vertreter der Postmoderne.

Ehrungen

  • Silberne Ehrenmedaille des Österreichischen Roten Kreuzes 1993
  • Monsignore 1996
  • Kulturpreis des Landes Niederösterreich 1997
  • Ehrenbürger der Marktgemeinde Eisgarn 1999
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich 2001
  • Ehrenprälat Seiner Heiligkeit 2003

Werke

Kirchenoper Tamar [T: Christine Sommer nach Exodus] 1990; Grafenegger Messe 1995, Chorwerke (Voces 1993); Kammermusik (Quartett 1984, Fünf lyrische Sätze für Streichquartett 1986); Stücke für Kb. u. Kl. (Divertimento 1993, Concertino 1994); Liederzyklen Aus der Tiefe, Helles Wachen, dunkles Schlafen, Lieder einer bewegten Seele [T: Else Lasker-Schüler].

Schriften

Literatur

Rainer: * 25.8.1950 Waidhofen an der Ybbs. Geiger. Begann bereits im Alter von 11 Jahren das Violinstudium und erhielt 1964–70 an der Wiener MAkad. bei F. Samohyl Unterricht. Seit 1967 (Konzert mit dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester) ist K. als Solist tätig. 1971 wurde er Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters. Gründete 1973 das K.-Quartett. Seit 1982 leitet K. eine Violinklasse an der Wiener MHsch. (jetzt MUniv.). Weiters hat er eine Gastprofessur in Japan inne. Seit 1985 leitet er das Wiener Ringensemble, das v. a. Walzermusik interpretiert. 1995 spielte er beim 50jährigen Jubiläum der UNO (unter G. Solti). Er spielt auch häufig mit dem Kammerorchester Waidhofen.

Ehrungen

  • Gewinner des Tschaikowsky-Wettbewerbs Moskau 1970
  • Mozart-Interpretationspreis der Mozartgemeinde Wien 1973
  • Prof.-Titel 1982
  • Goldenes Verdienstzeichen des Bundeslandes Salzburg 1985
  • Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1988
  • Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1994
  • Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper 2001

Literatur

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Küchl, Brüder“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d655 (abgerufen am )

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