Stiefsohn des Stuttgarter Hofsängers Johann Baptist K., galt als Wunderkind auf dem Klavier und in der Komposition. Nach Musikunterricht in Stuttgart/D kam K. 1825 nach Wien zu I. Seyfried. 1826 wurde er 3. Kapellmeister am Kärntnertortheater. Im Jahr darauf ging er jedoch nach Hamburg/D, wo er am Stadttheater und als Konzertdirigent erfolgreich wirkte. 1850 kam er als Nachfolger Rich. Wagners nach Dresden an die Hofoper (EA des Lohengrin 1852). Nach seiner Entlassung 1871 leitete K. die Kirchenmusik in der katholischen Hofkirche. Als vielseitiger (Opern-)Komponist mit Hang zum Monumentalen, aber auch aufgrund seiner Lieder wurde er im 19. Jh. sehr geschätzt. Seine Frau Aloysia K.-Michalesi (1826–1904) war Opern- und Konzertsängerin, seine Tochter Mary (1851–1900) wurde Pianistin.
Ehrungen
- Franz-Joseph-Orden 1876 u. a
Werke
Opern (Sylvia 1830, Agnes Bernauerin 1858 [1. Fassung 1833]); Lieder (An Adelhaid op. 51, Vater unser op. 198) u. Gesänge (auch für Chor); Klavierwerke.
Literatur
- MGG 7 (1958)
- NGroveD 13 (2001)
- NGroveDO 2 (1992)
- Riemann 1959
- Wurzbach 13 (1865)
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Krebs (eig. Miedke), Karl August“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d5ec (abgerufen am )
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