Krausz (Krasznay-K.), Michael (Mihály)

* 11.4.1897 Pancsova/H, † 3.11.1940 Budapest

Komponist

Sohn eines Grammophonfabrikanten, begann im Alter von 13 Jahren zu komponieren. Studium an der MHsch. in Budapest (u. a. bei Zoltan Kodály). Komponierte zunächst symphonische Musik und Opern, ab 1923 auch Operetten und Schlager, u. a. in Zusammenarbeit mit K. Farkas und P. Herz. Seine beiden ersten Operetten, Pußtaliebchen und Bajazzos Abenteuer, wurden im Wiener Johann Straußtheater uraufgeführt, auch für weitere Operetten dienten die Wiener Theater als UA.sorte. Für Die gelbe Lilie, deren deutsche EA 1934 erfolgreich in H. Marischkas Theater an der Wien über die Bühne ging, wählte K. bewusst den Gattungsbegriff „Ungarische Rhapsodie“, um das Werk, das ohne das für Operetten typische Finale auskommt, von ebendieser Gattung abzugrenzen.

Ehrungen

  • „Hajnald“-Preis in Ungarn für die beste Messe 1916

Werke

Opern (Marianka 1919; Die Tänzerin; Pantoffel 1933); Operetten (Bajazzos Abenteuer 1923; Pußtaliebchen 1924; Eine Frau von Format 1927; Die Frau in Gold 1928; Das Herrgottslied 1930; Die Lindenwirtin 1933; Die gelbe Lilie 1934; Neufassung von L. Falls Der süße Kavalier als Der junge Herr René 1935; Der schwarze Schmetterling 1936; Verzeih, daß ich dich lieb’ 1937; Dixie 1938); Schlager (Meine Herren; Ich bin jung, Ich bin dein; Ich möcht’ heiraten; Das schöne Fräulein Beatrix); Nonett für Streicher und Bläser.

Literatur

  • Lang 1986
  • Stieger II/2 (1980)
  • Tonfilm, Theater, Tanz 7 (1934)
  • F-A 1936
  • Riemann 1972
  • MGG 3 (1954) [L. Fall]
  • Mein Film 18.2.1938
  • Slg. Moißl

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Krausz (Krasznay-K.), Michael (Mihály)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d5dd (abgerufen am )

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