Der Sohn des aus Ungarn stammenden Kellners und späteren Essig- und Branntweinfabrikanten Joseph Kraus studierte 1828–34 Malerei (u. a. bei Leopold Kupelwieser) an der Akad. der bildenden Künste in Wien. 1833–40 zunächst (als Ignaz K.) 2. Kantor am Wiener Stadttempel (Synagoge) und Porträtmaler; nach seiner Konversion zum Katholizismus 1840 debütierte er (als Robert K.) 1842 als Opernsänger an der Wiener Hofoper, sang dort bis 1845, gastierte dann an versch. deutschen Bühnen (Hamburg, Schwerin, Stuttgart), war 1846–51 Mitglied der Berliner Hofoper und kehrte 1851 nach Wien zurück, wo er sich ausschließlich der Malerei widmete. Seine wichtigsten Partien fand er in den zu seiner aktiven Zeit gängigen italienischen und französischen Opern.
Literatur
- K-R 1997 u. 2002
- Wurzbach 13 (1865), 158
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Kraus, Robert (Ignaz, eig. Nathan)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d5e7 (abgerufen am )
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