Kraus, Felix von

* 3.10.1870 Wien, † 30.10.1937 München/D

Sänger (Bass) und Musikschriftsteller

Erhielt als Kind Violin- und Musiktheorieunterricht, studierte an der Wiener Univ. u. a. Musikwissenschaft bei E. Hanslick, Musiktheorie bei A. Bruckner und E. Mandyczewski (Promotion 1894), dann fast ausschließlich autodidaktisch Gesang. 1896 trat er bereits als Konzertsänger auf, dann vorerst nur als Lied- bzw. Oratoriensänger in Wien, Leipzig/D und Berlin, 1899–1909 auf persönlichen Wunsch von Cosima Wagner auch als Opernsänger (bei den Bayreuther Festspielen: Hagen, Gurnemanz, Landgraf, Marke, Titurel). Nur wenige weitere Bühnenauftritte folgten (Wien, München, London, Amsterdam, Prag). 1924 zog er sich als Sänger zurück.1908–35 lehrte er an der Münchner Akad. der Tonkunst, war später auch künstlerischer Direktor der Bayerischen Staatsoper. K. stand in engem Kontakt u. a. zu A. Bruckner, J. Brahms, E. Mandyczewski, Friedrich Chrysander, der Familie Wagner, F. Mottl. K. war seit 1899 mit der mehrfach auch in Wien engagierten Altistin Adrienne von K.-Osborne (eig. Eisbein, * 2.12.1873 Buffalo/USA, † 15.6.1951 Zell am Ziller/T) verheiratet.

Ehrungen

  • herzoglich Meiningischer Kammersänger
  • österr. Kammersänger

Werke

Biographie des k. k. Vice-Hof-Kapellmeisters A. Caldara. Samt themat. Kat. der Kirchenwerke, 2 Bde., Diss. Wien 1894; Begegnungen mit A. Bruckner, J. Brahms, C. Wagner. Aus den Lebenserinnerungen von Dr. F. v. K., hg. u. erg. v. Felicitas v. K. [1961].

Literatur

  • K-R 1997, 2000 u. 2002
  • ÖBL 4 (1969)
  • C. Droste, F. u. A. v. K. in Bühne u. Welt 1908
  • Eisenberg 1893
  • Kosch 2 (1960), Riemann 1959 u. 1972

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Kraus, Felix von“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d5de (abgerufen am )

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