Stand als weltlicher Musiker (v. a. Violinist und Kopist) seit 1760 in Diensten des Stiftes Kremsmünster, sowohl bei Hof als auch im Münster (unter F. Sparry und G. Pasterwiz), und war auch in Verbindung mit dem Nachbarstift Lambach. Seine gefälligen, aber sauber gearbeiteten Kirchenkompositionen waren seinerzeit sehr gefragt, seine Musiken für das Stiftstheater lassen die Verschiebung der Zeit zugunsten der Musik (Oper) und zur deutschen Sprache erkennen.
Werke
Kirchenmusik: Messen, Offertorien, Vespern u. Vesperpsalmen, Litaneien, Miserere, Sub tuum, Alma redemptoris mater, Antiphonen, Veni sancte, Lauda Sion, dt. und lat. Arien, Weihnachtsoratorium, Sepolchro (Oratorium de passione Domini ca. 1770); für das Theater: dt. Intermedien (biblisch: David, Joab, weltlich: Valerl), Musik zum Drama Chariton et Melanippus Melanippus (1761); Tafelmusiken (4 Sinfonien [s. Tbsp.], 1 Cassatio vor 1767).
Literatur
- Kellner 1956
- Sterbebuch der Pfarre Kremsmünster 1758–84, pag. 372
Hörbeispiele
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
21.7.2025Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Kramel (Kraml), Friedrich (Fridericus)“ (21.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0003b3d9 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

