Kontski (Kątski), Geschwister

Musiker

Karol (Charles de K.): * 6.9.1815 Krakau (Kraków/PL), † 27.8.1867 Paris. Violinvirtuose und Komponist. Erhielt vom Vater, dann in Warschau, St. Petersburg, Paris (bei A. Reicha) und 1832–36 in Wien seine Musikausbildung. Trat 7-jährig erstmals öffentlich auf. K. spielte auch Viola d’amore und Flöte, war ab 1836 in Paris als Geigenlehrer und im Orchester der Opéra comique beschäftigt. Er komponierte Kammermusik und kleine Werke für Violine und Klavier.

Antoni (Antoine de K.): * 27.10.1817 Krakau, † 7.12.1899 Iwanicza/RUS. Pianist und Komponist. Wurde musikalisch zunächst von seinem Vater, dann in Warschau, Moskau und Wien (von S. Sechter) ausgebildet, trat seit 1822 als Wunderkind u. a. auch in Wien auf. K. unternahm 1849–54 Tourneen in vielen Ländern Europas, wirkte in Paris, Berlin, St. Petersburg (1854–67) und London (1867–83) und lebte ab 1883 in Michigan/USA. 1897 ging er noch einmal auf eine weltweite Konzertreise. Als Pianist vertrat er die französische Schule und spielte v. a. Werke der Wiener Klassik und der frühen Romantik. Er komponierte ca. 400 Werke verschiedenster Gattungen (etliche sind verloren).

Werke

Messen; Oratorien; Opern; Symphonien; Ouvertüren; Klavierkonzerte; Walzer u. Märsche; Klaviersonaten

Schriften

Maria Eugenia (Eugénie de K.): * 22.11.1816 Krakau, † ?. Pianistin und Sängerin.

Stanislaw (Stanislas de K.): * 8.10.1820 Krakau, † ?. Pianist, Komponist und Pädagoge.

Apolinary (Apollinaire de K.): * 2.7.1826 Poznań/PL (auch: 23.10.1825 oder 1824 Krakau oder Waschau), † 29.6.1879 Warschau. Geiger und Komponist. Von N. Paganini geschätzter Violinvirtuose sowie Komponist, der als 7-Jähriger am Wiener Kaiserhof auftrat und später in Warschau eine eigene MSch. gründete. Er war der neben Antoni wohl bedeutendste Musiker unter den Geschwistern.

Werke

V.-Konzert; Quartette, Quintette, Sextette für V. u. Kl. sowie V.-Solostücke.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Kontski (Kątski), Geschwister“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d57d (abgerufen am )

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