Kolneder, Walter

* 1.7.1910 Wels/OÖ, † 30.1.1994 Karlsruhe/D

Musikwissenschaftler

Studierte am Mozarteum in Salzburg (u. a. bei B. Paumgartner) und privat Komposition bei J. N. David. 1934/35 begann K. an der Univ. Wien Musikwissenschaft zu studieren, konnte jedoch erst nach dem Krieg 1949 in Innsbruck abschließen. 1936–39 unterrichtete K. am Grazer Konservatorium, anschließend an der neu errichteten Staatlichen Hsch. für Musikerziehung in Graz-Eggenberg (bis 1945), war anschließend als Dirigent in Wels bis 1947 tätig. 1953–59 war K. Direktor des Conservatoire de Musique de la Ville de Luxembourg und ab 1956 auch Dozent an der Univ. Saarbrücken/D. 1959–65 leitete er die Akad. für Tonkunst in Darmstadt/D, 1966–72 die Hsch. für Musik in Karlsruhe; an der Univ. Karlsruhe begründete K. 1966 das Institut für Musikwissenschaft, das er bis zu seiner Emeritierung 1974 leitete. Seit seiner Habilitation hatte sich K. intensiv mit der Musik Venedigs im Barock beschäftigt, v. a. mit A. Vivaldi und Tomaso Albinoni (Leiter der GA der Werke Albinonis ab 1974); seine Schriften sind einerseits durch Stilkritik in der Nachfolge G. Adlers und W. Fischers geprägt, andererseits durch Quellenarbeit und -edition.

Schriften

Literatur

  • NGroveD 13 (2001)

Autorin

  • Elisabeth Th. Hilscher

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kolneder, Walter“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d559 (abgerufen am )

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