Kolberg (Colberg), Oskar Henryk

* 22.2.1814 Przysucha/PL, † 3.6.1890 Krakau (Kraków/PL)

Volksmusikforscher, Ethnograph und Komponist

Studierte 1830–34 Musik in Warschau und 1835–36 Komposition in Berlin. K. beschäftigte sich ab 1839 mit Volksmusik, Märchen und Brauchtum. Er war zunächst Hauslehrer, dann Beamter der Wien-Warschauer Eisenbahn (1845–57) sowie der Finanzdirektion (bis 1861). Seine Stelle gab er auf, um sich ganz der Ethnographie zu widmen. 1871 übersiedelte er in die Nähe von Krakau (1884 in die Stadt selbst), da er von der Akademie der Wissenschaften eine Pension erhielt. Seine Sammeltätigkeit umfasste mehr als 17.000 Volkslieder.

Ehrungen

  • k. M. der Akademie der Wiss. in Krakau
  • Ehrenmitglied der Musikgesellschaft von Warschau, Krakau uLemberg

Werke

Tänze für Kl.; Volksliedbearbeitungen; Oper Król pasterzy [Hirtenkönig] 1859, Operette Janek z pod Ojcowa [Hans v. Ojcow] 1853.

Schriften

Literatur

  • MGG 7 (1958)
  • NGroveD 13 (2001)
  • ÖBL 4 (1969)

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Kolberg (Colberg), Oskar Henryk“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d542 (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.