Kött, Mimi (eig. Weiß, Margit)

* 3.6.1890 Neupest (Budapest), † 10.2.1931 Wien (Freitod)

Sängerin (Soubrette), Schauspielerin

Die Tochter eines jüdischen Kantors arbeitete zunächst als Stenotypistin. Im Alter von 17 Jahren erster Auftritt in einem Budapester Kabarett als Interpretin eines Gedichtes, danach Ausbildung zur Tänzerin und Schauspielerin. Angeblich wurde sie von Oskar Stalla entdeckt, der ein Engagement ans Stadttheater Olmütz vermittelt haben soll. 1913 am Theater in der Josefstadt, 1917 am Raimundtheater. Es folgte 1918 ein Engagement ans Bürgertheater, wo sie mehrere Soubrettepartien kreierte, u. a. jene in Der fidele Geiger von E. Eysler (1919) und Revanche von O. Jascha (1924). Am Johann-Strauß-Theater kreierte sie in R. Stolz’ Operette Eine Sommernacht 1921 die weibliche Hauptrolle, und am Carltheater feierte sie 1923 als Nachfolgerin von F. Massary einen großen Erfolg als Madame Pompadour. In der Folge trat sie auch im Sprechtheater auf, dazwischen vereinzelt in Revuen. 1928 letzter Auftritt in Wien in der Revue Schwarz auf weiß, der sog. Josefine-Baker-Revue mit anschließendem Gastspiel in Deutschland, danach endgültiger Rückzug von der Bühne. Im Kurzfilm Tonis Brautfahrt hatte sie 1919 eine Filmrolle.

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

15.7.2025

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Kött, Mimi (eig. Weiß, Margit)“ (15.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002f4cf7 (abgerufen am )

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