Erhielt ihre Ausbildung in ihrer Heimatstadt, u. a. bei A. Jerger, konnte jedoch wegen der Kriegsereignisse erst 1945 am Landestheater von Linz debütieren. Nach Engagements am Stadttheater Basel, am Stadttheater Wien und am Gärtnerplatztheater München wechselte sie 1954 an das Wiener Raimund-Theater, dem sie für mehr als 20 Jahre als Ensemblemitglied und später als Gast angehörte. Im Lauf ihrer Karriere wandte sie sich mehr und mehr der Operette zu. Nach einer weiteren Spielzeit am Stadttheater Wien verabschiedete sie sich 1984 endgültig von der Bühne. Im Mittelpunkt ihres Repertoires, mit dem sie auch an der Wiener Staatsoper und an der Volksoper Wien gastierte, standen die wichtigsten Rollen ihres Faches u. a. als Gabriele in Wiener Blut, Saffi im Zigeunerbaron, Laura und Palmatica im Bettelstudenten, Hanna Glawari und Valencienne in der Lustigen Witwe, Lisa im Land des Lächelns, Gabriele im Pariser Leben und als Gräfin Mariza. Es existieren zahlreiche Schallplatteneinspielungen, darunter Querschnitte der Lustigen Witwe und des Grafen von Luxemburg.
Literatur
- K-R 1994 u. 2002
Autor
- Nikolaus Urbanek
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Nikolaus Urbanek, Art. „Kobierska, Wanda von“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d461 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

