Kobald, Karl

* 28.8.1876 Brünn/Mähren (Brno/CZ), † 12.10.1957 Wien

Musikpädagoge, -kritiker, -schriftsteller und Jurist

Sohn des Oberinspektors der k. k. Staatsbahnen Alois K. War 1887–90 Hofsängerknabe, ein anschließendes Studium am Wiener Konservatorium bei A. Bruckner, J. Hellmesberger d. J., J. Maxincsak und H. Richter kann nicht belegt werden. Dagegen studierte K. Jus an der Univ. Wien (1901 Dr. jur.), wo er 1903-05 vier Semester lang auch Hörer an der philosophischen Fakultät war; der Besuch musikwissenschaftlicher Lehrveranstaltungen ist nicht belegbar. 1906–32 war er Kunstreferent im Unterrichtsministerium, 1909 Mitglied der Leitenden Kommission der Denkmäler der Tonkunst in Österreich, 1921 Ministerialrat. K. war 1919 interimistischer administrativer Leiter sowie 1932–38 und 1945/46 Präsident Wiener MAkad. Im Zuge seiner Bemühungen um das Renommee der MAkad. fungierte er 1933–37 als Veranstalter internationaler Musikwettbewerbe in Wien. Außerdem Mitglied im Aktionskomitee der Wiener Konzerthausgesellschaft (bis 1912/13). Am 16.9.1911 heiratete er Anna (Annie) Schneeberger (* 4.11.1891 Wien, † ? [Ort?]; Tochter eines Hof- und Gerichtsadvokaten), von der er sich ca. 1921 scheiden ließ.

Ehrungen

  • Kriegskreuz f. Zivildienste 2. Klasse 1917
  • Prof.-Titel 1927
  • Ehrenmitglied des Wiener Männergesang-Vereins 1930
  • Großes Ehrenzeichen für Verdienste um den Bundesstaat Österreich 1934
  • Große Ehrenmedaille der Stadt Wien 1951

Schriften

Literatur

Abbildungen

Autorinnen

  • Karoline Hochstöger
  • Annemarie Kofler

Letzte inhaltliche Änderung

25.1.2024

Empfohlene Zitierweise

Karoline Hochstöger, Annemarie Kofler, Art. „Kobald, Karl“ (25.1.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d4f6 (abgerufen am )

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