Knize, František Max

* 7.9.1784 Drahelčice bei Unhošt/CZ, † 23.7.1840 Prag

Komponist, Sänger, Gitarrist, Violinist

Studium in Prag bei W. J. K. Tomaschek, Fagottist am Prager Ständetheater; in den 1830er Jahren Chordirektor in mehreren Prager Kirchen; erfolglose Bewerbung um die Stelle als Domkapellmeister in St. Veit. Seine Lieder, oftmals nach Gedichten von Václav Hanka, trugen einiges zur Entwicklung des tschechischen Kunstliedes bei und erschienen in unterschiedlichen Anthologien seiner Zeit; seine Gitarrenwerke zeugen von der Beherrschung des damaligen virtuosen Stils; seine Messen gelten als Bindeglied zwischen der Wiener Klassik und Fr. Schubert und wurden aufgrund ihrer Innigkeit und der meisterlichen Setzweise weit über den Tod des Komponisten hinaus geschätzt. K.s Gattin Therese (geb. Frei; * 24.12.1782 Wien, † 15.5.1864 Prag), eine Schauspielerin, war mit C. M. v. Weber befreundet.

Werke

Kirchenmusik; Lieder für Singstimme mit Gitarren- oder Klavierbegleitung, darunter mehrere Liederhefte (Patero českých písní op. 21, enthaltend sein bekanntestes Lied, die patriotische Ballade Břetislav, Wanderlieder op. 22); Gitarrenwerke (Ländler, Divertimenti, Variationen, Arrangements); pädagogische Werke (Vollständige Gitarre Schule, Charakteristische Singübungen).

Literatur

Autor

  • Michael Aschauer

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Michael Aschauer, Art. „Knize, František Max“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d4ef (abgerufen am )

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