Trat 1828 ins Franziskanerkloster Hall in Tirol ein, legte 1832 die Profess ab und wurde ein Jahr später zum Priester geweiht. 1835–48 war er Organist in den Klöstern zu Bozen (1840–47), Innsbruck (1847/48), Schwaz (ca. 1838) und Salzburg. 1848 erfolgte seine Säkularisierung, anschließend wurde er Domchorvikar am Salzburger Dom. 1847 veröffentlichte K. eine Sammlung von Tiroler Schwegelliedern, für die erste Ausgabe von Salzburger Volksliedern durch M. V. Süß (Salzburgische Volks-Lieder mit ihren Singweisen 1865) bearbeitete er gemeinsam mit Joseph Eitzenberger die Melodien.
Werke
Messen, 1 Te Deum, Responsorien, Offertorien, Motetten, Segenslieder, Schützenlied.
Literatur
- E. Knapp, Kirchenmusik Südtirols 1993
- K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 2 (2004)
- J. Stenzl et al. (Hg.), Salzburger Musikgesch. 2005
- ÖBL 3 (1965) [Kliebenschädl]
Hörbeispiele
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
29.1.2024Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Kliebenschädel (Kliebenschädl, Kloibenschädel, Kluibenschädel), P. Johann Joseph OFM (Thaddäus)“ (29.1.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d4c0 (abgerufen am )
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