Studierte 1869–72 Geschichte und Geographie in Wien und war Mitglied der kroatischen Gesellschaft Velebit. 1893–1922 (mit einer Unterbrechung 1906–08) Prof. für allgemeine Geschichte an der Zagreber Univ. (1902/03 Rektor). K. gab die literarischen Zss. Hrvatska lipa [Die kroatische Linde, 1875] und Vienac [Der Kranz] (1882–89) heraus. Schon als Student des Zagreber Seminars (1863–67) interessierte er sich für Musik und gründete ein Orchester. Später wurde K. ein herausragender Organisator des Musiklebens, Journalist, Historiker, Dirigent (gründete ein Amateurorchester am Zagreber Gymnasium, 1878–83, und das Diletantski orkestar Hrvatskoga sokola [Amateurorchester Kroatischer Falke], 1882–91), und Komponist. Gemeinsam mit V. Novak gab er die zweite Musikzeitschrift in Kroatien heraus (Gusle, 1892). K. wirkte fast vierzig Jahre im Hrvatski glazbeni zavod [Musikverein] in Zagreb (Agram) (ab 1890 Vizedirektor). Sein wissenschaftliches Interesse galt v. a. der kroatischen Nationalbewegung. Weiters unterstützte er die Einführung von Musiktheorie und -geschichte an der Zagreber Univ.
Werke
Chöre, Lieder; (Hg.), Hrvatska pjesmarica [Kroatisches Liederbuch] 1893.
Schriften
- Povjest Hrvata od najstarijih vremena do svršetka XIX. stoljeća [Gesch. der Kroaten von den ältesten Zeiten bis zum Ende des 19. Jh.s], 5 Bde. 1899ff.
- Juraj Wisner pl. Morgenstern (Gradja za biografiju njegovu) in Gusle 1892
- Vatroslav Lisinski, i prve dvije hrvatske opere 1919
- Gjuro Krizanic kao glasbenik in Gusle 1892
Literatur
- P. Karlić, Život i djelovanje Vjekoslava Klaića 1928
- Beiträge v. G. Doliner u. S. Majer-Bobetko in D. Milanović (Hg.), V. K. Život i djelo 2000
Autorin
- Sanja Mayer-Bobetko
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Sanja Mayer-Bobetko, Art. „Klaić, Vjekoslav“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d47a (abgerufen am )
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