Kirchner, Hermann

* 23.1.1861 Wölfis in Thüringen/D, † 29.11.1928 Ratibor (Racibórz/PL)

Komponist

1886–89 Ausbildung an der MHsch. in Berlin (Orgel, Komposition, Gesang). 1889–93 Konzertreisen als Sänger durch Deutschland, Belgien, Holland, Österreich und die Schweiz. 1893–1900 Musikdirektor und Organist in Mediasch/Siebenbürgen (Mediaş/RO), wo er auch neue Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder schuf. Ging 1900 nach Hermannstadt (Sibiu/RO), um für seine Opern bessere Aufführungsmöglichkeiten zu haben. 1906–10 Prof. am Staatskonservatorium in Bukarest, wo er von Carmen Sylva gefördert wurde und zahlreiche Werke mit rumänischen Motiven entstanden. 1910–27 im Schuldienst in Ratibor, 1927/28 Lehrer für Sologesang an der Evangelischen Kirchenmusikschule der Univ. Breslau (Wrocław/PL).

Werke

Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder, 3 Hefte 1897, 91922; Opern (Der Herr der Mann 1897/98; Türkenjoch 1913/14, Osternacht 1927/28); Singspiel In einem kühlen Grunde 1925/26; 2 Oratorien; Lieder; Männerchöre; Kantaten; Serenaden; Balladen; Klavier- und Orchesterwerke; Streichquartette; Ballette; Rumänische Tänze etc.

Literatur

  • SchlMl 2001
  • ÖBL 3 (1965)

Abbildungen

Autorin

  • Andrea Harrandt

Letzte inhaltliche Änderung

22.5.2025

Empfohlene Zitierweise

Andrea Harrandt, Art. „Kirchner, Hermann“ (22.5.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d468 (abgerufen am )

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