Nach erstem Unterricht durch seine Mutter, einer ausgezeichneten Pianistin, studierte er ab 1843 am Konservatorium in Wien, das er jedoch abbrach, um 1846 eine Stelle als Theaterkapellmeister in Klagenfurt anzunehmen. Anfang 1847 gründete K. den Klagenfurter Männergesangverein, der anfangs unter dem Namen Liedertafel in Klagenfurt auftrat (erster Chormeister war C. Harm, K. zweiter); K. scheint zudem auch als Lehrer am Musikverein für Kärnten gewirkt zu haben. Da die Revolution 1848 das Vereinsleben auch in Klagenfurt vorerst beendete, wechselte K. 1849 als Musiklehrer nach Laibach bzw. 1861–64 als Gesangslehrer an den Musikverein für Steiermark. 1871–73 kehrte K. nochmals als Chormeister zum Männergesangverein nach Klagenfurt zurück, wechselte 1873–76 nach Wien, um 1876 Organist in Wolfsberg zu werden. 1881 übersiedelte K. endgültig nach Wien und widmete sich auch hier dem Männerchorwesen.
Literatur
- MGÖ 3 (1995)
- Kollitsch 1935
- A. Wilhelmer in Carinthia I , 146 (1956)
- G. Antesberger, Klagenfurter Musikleben in der ersten Hälfte des 19. Jh.s. 1978
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Khom (Chom), Alfred“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d439 (abgerufen am )
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