Studierte zuerst bei A. Henning in Kalocsa/H, dann bei F. Liszt. K. wirkte als Kapellmeister in Ungarn: ab 1886 in Großwardein (Oradea/RO) und 1897–1910 als Domkapellmeister in Esztergom. Als Kirchenmusiker nahm er eine Vorreiterrolle in der Umsetzung des Motu proprio von Pius X (1903) ein.
Werke
17 Messen. 2 Requien, 2 Te Deum-Vertonungen, Vespern, div. andere Kirchenmusikwerke; Àrgyrus királyfi (Prinz Agyrus, Oper); Dicsérjétek az Urat (Lobet den Herrn) 1898.
Schriften
- Sursum corda [Kantorenbuch] 1902 (in div. Auflagen)
- Összhanggzattan [Harmonielehre] 1905
- Ellenponttan [Kontrapunkt] [o. J.]
Literatur
- ÖBL 3 (1965)
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
11.8.2003Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kersch, Ferenc“ (11.8.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00036c70 (abgerufen am )
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