Nach erstem Schulbesuch in Kremsmünster/OÖ 1811–16 Mitschüler Fr. Schuberts am Wiener Stadtkonvikt, wo er rechts- und staatswissenschaftliche Studien betrieb. 1816 wurde er politischer Rat in Linz, 1850 Bezirkshauptmann in Freistadt, 1854 in Bad Ischl. Als Dichter von Liedern und Balladen gehörte er zum „Oberösterreichisch-Linzer Fr. Schubert-Kreis“. Schubert vertonte drei Werke seines Freundes (Ballade D 134, Der Liedler D 209, Grablied D 218), besuchte ihn auch in Linz. K. galt als „überaus geistreicher talentvoller Mensch“, der auch als Zeichner hervortrat.
Werke
Gedichte, überwiegend verstreut in div. Slg.en abgedruckt.
Literatur
- SchubertL 1997
- Deutsch, Schubert Erinnerungen 1957
- Kellner 1956
- ÖBL 3 (1965)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Kenner, Joseph“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d410 (abgerufen am )
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