Wandte sich auf Wunsch der Eltern der Beamtenlaufbahn zu, studierte aber nebenbei Musikgeschichte bei E. Hanslick und Musiktheorie bei A. Bruckner. 1886–91 redigierte er die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung in Wien. Lehrer für Musikgeschichte an der Klavierschule Ambros, an der Klavierschule Ungar und an der MSch. Liebing. Nach seiner Pensionierung 1906 widmete sich K. ganz der musikliterarischen Arbeit, er lebte später in München und Salzburg. Seit 1876 sammelte er Material über Musik und Theater in der Tages- und Fachpresse, das dann in das Musik- und Theaterarchiv von Pommeranz und G. Fr. Hagen überging.
Werke
Biographien über L. v. Beethoven (1885), K. Goldmark (1900), J. Lanner (1901), F. v. Suppè (1905), Peter I. Tschaikowsky (1914, 3-51924), W. A. Mozart (2 Bde., 1926/27); Das Haus Habsburg als Pflegestelle der Tonkunst 1890; Die Weltliteratur der Musik 1919; Geschichte der Musik 1923; Illustrierte Geschichte der Musik, 5 Bde. 1926; Die Operette in ihrer geschichtlichen Entwicklung 1926.
Literatur
- ÖBL 3 (1965)
- Riemann 1929
- Eisenberg 1893
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
7.7.2022Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Keller, Otto“ (7.7.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d409 (abgerufen am )
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