Kastner, Emerich

* 29.3.1847 Wien, † 5.12.1916 Wien

Publizist, Komponist und Pianist

Ausgebildet durch F. Liszt, arbeitete K. 1870–72 als Kapellmeister in Wien. 1872 trat er in die sog. Nibelungenkanzlei in Bayreuth ein, in der junge Musiker die Stimmen zu Rich. Wagners Ring ausschrieben und mit Assistenzaufgaben beschäftigt wurden. 1873 kehrte K. wieder aus Bayreuth zurück, blieb zeitlebens ein treuer Anhänger Wagners, für dessen Werk er sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden publizistischen Mitteln einsetzte. Da hauptberuflich nun Staatsbeamter bzw. später Angestellter des Bankhauses Rothschild, konnte sich K. nur nebenberuflich der Musikschriftstellerei widmen. Große Verdienste erwarb er sich in der Ordnung und Herausgabe der Briefe Wagners.

Schriften

Literatur

  • MGG 16 (1978)
  • NGroveD 13 (2001)
  • ÖBL 3 (1965)

Autorin

  • Elisabeth Th. Hilscher

Letzte inhaltliche Änderung

25.4.2003

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kastner, Emerich“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3db (abgerufen am )

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