Kashmann (Kaschmann, Kašman), Giuseppe (Josef)

* 14.7.1847 Lussinpiccolo/Istrien, Küstenland (Mali Lošinj/HR), † 6./7.2.1925 Rom

Sänger (Bariton)

Debütierte nach seinem Studium in Udine/I und Rom 1869 in Agram. Ab 1876 trat K. bevorzugt im heutigen Italien auf (Turin, Venedig, Rom, Triest, Mailand, Neapel). In der Eröffnungssaison der Metropolitan Opera in New York/USA 1883/84 trat K. mit Rollen aus dem italienischen Fach auf, 1895/96 an demselben Haus hingegen in den großen Wagner-Partien, mit denen er schon 1892 und 1894 in Bayreuth/D Triumphe gefeiert hatte. Ab ca. 1910 widmete sich K. auch komischen Partien, war jedoch auch als Interpret geistlicher Musik und Oratorien (v. a. von Lorenzo Perosi) bekannt. 1921 zog er sich von der Bühne zurück. An K. wurden nicht nur die Wandelbarkeit seiner Stimme und seine brillante Technik gerühmt, sondern auch seine Stilsicherheit, die Grundlage für sein weites Repertoire war.

Literatur

  • NGroveD 13 (2001)
  • NGroveDO 2 (1992)
  • ÖBL 3 (1965)
  • K-R 1997 u. 2000

Autorin

  • Elisabeth Th. Hilscher

Letzte inhaltliche Änderung

28.5.2003

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kashmann (Kaschmann, Kašman), Giuseppe (Josef)“ (28.5.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0002ee7f (abgerufen am )

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