Besuchte das Gymnasium der Jesuiten in Passau und studierte anschließend ab 1952 bei Thrasybulos Georgiades in Heidelberg/D und E. Schenk in Wien Musikwissenschaft; Dr. phil. 1958. Daneben Orgelstudium bei F. Sauer in Salzburg und Theologiestudium in Wien, 1961 Priesterweihe in Wien. Anschließend Tätigkeit als Priester in Niederösterreich und Wien sowie als Religionslehrer in Wien. Musikwissenschaftliche Forschungsaufenthalte führten K. ab 1969 mehrmals nach Italien (v. a. Rom), 1978 Habil. in Wien. Ab 1986 Mitglied der Leitenden Kommission der DTÖ. Mit 1.1.1981 übernahm er von F. Grasberger die Leitung von RISM Österreich, die er bis 1995 innehatte. 1983–2004 leitete er die Kirchenmusik an St. Laurenz im Schottenfeld (Wien VII), wo er jahrzehntelang auch als Beichtvater wirkte.
Werke
W (unter dem Pseudonym Massimiliano Cantinieri): kleinere Kirchenmusik, Märsche, kleinere Instrumentalwerke.
Schriften
- Leben und Kirchenkompositionen von Anton Diabelli , Diss. Wien 1957
- „Aurea luce“. Musik an St. Peter in Rom 1790–1850 , 1977 (= Habil.)
- (gem. m. A. Pachovsky) Storia della Cappella Musicale Pontificia: L’Ottocento 1998
- (Hg.) [Kgr.-Ber.] Donizetti in Wien 1997 , 1998
- musikwissenschaftliche Fachbeiträge und Artikel zur Kirchenmusik sowie zur italienischen und französischen Oper
Literatur
- F. Withalm in Pfarrbl. Schottenfeld September/Oktober/November 2004
- Beiträge von Ch. Traunsteiner u. M. Jahn in StMw 49 (2002)
- Ch. Traunsteiner in M. Jahn/A. Pachovsky (Hg.), Figaro là, Figaro quà. Gedenkschrift Leopold M. Kantner (1932–2004) , 2006
- SK 29 (1981/82), 78
- H. P. Betelka in SK (1992)
- G. Bollmann in SK 51 (2004)
- A. Ziino in SK 52 (2005)
- E. Th. Fritz-Hilscher/H. Kretschmer (Hg.), Wien Musikgesch. [2] (2011)
- www.pfarreschottenfeld.at (5/2012)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
18.9.2012Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Kantner, Leopold Maximilian (Pseud. Cantinieri, Massimiliano)“ (18.9.2012), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002cda07 (abgerufen am )
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