Während seiner Wanderungen, die dem Verkauf seiner Produkte dienten, begann J. ab 1843 Weihnachts- und Hirtenlieder zu sammeln und niederzuschreiben. So kam er im Laufe der Zeit auf 46 Texte. Die schönsten daraus übte er zusammen mit seinen Brüdern Joachim († 1860) und Franz († 1878), beides Nagelschmiedgesellen, ein. Die Lieder führten sie in den Häusern in und um Steinbach in Form von Hirtenspielen, ausgeschmückt mit übertriebener Mimik und Gestik sowie Kostümierung, auf. Nach Joachims Tod nahm J.s Sohn, Johann Georg d. J., dessen Platz im Terzett ein. Er war es auch, der später die Texte und Melodien dem Volksliedsammler Theodor Berger vorsang bzw. diesem die Liederhefte seines Vaters übergab. Teile der Sammlung befinden sich heute im Oberösterreichischen Volksliedarchiv (A-L/OÖV, HL 103).
Literatur
- Th. Berger in Schärdinger Heimat 1911
- A. Blöchl, Melodiarium zu Wilhelm Paillers Weihnachts- und Krippenspielliedersammlung 2000, 76
Autorin
- Barbara Schmidt
Letzte inhaltliche Änderung
9.7.2013Empfohlene Zitierweise
Barbara Schmidt, Art. „Jochberger, Johann Georg“ (9.7.2013), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x002ea6fa (abgerufen am )
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