Sänger in den Benediktinerstiften Kladrau bei Mies/Böhmen (Kladruby/CZ) ab 1696 und St. Nikolaus in Prag ab 1698, besuchte dort das Gymnasium; Jura-, Philosophie- und Theologiestudium an der Prager Univ., 1710 Profess in St. Nikolaus, 1711 dort vermutlich Regens chori, 1707 Hilfs-, 1721 wirklicher Organist; 1719 und auch während der folgenden Jahre Lehrer bei der Gräfin Maria Lažansky in Manetin bei Kralowitz (Manĕtín/CZ), besuchte u. a. 1727 Wien und Niederösterreich; starb vermutlich auf einer Reise. G. J. schrieb sowohl mehrchörige Werke im venezianischen Stil als auch geringstimmige, konzertante mit Generalbass.
Werke
Messen, Requien, Offertorien, Stabat mater; Arien, Lieder.
Literatur
- E. Trolda in Mitt. d. Ver. f. Gesch. der Deutschen in Böhmen 53 (1915)
- M. Franĕk in G. Gattermann (Hg.), [Kgr.-Ber.] Zelenka-Studien II, Dresden u. Prag 1995, 1997
- NGroveD 12 (2001)
- MGG 6 (1957)
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Jacob, Gunther Wenzel“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00034d47 (abgerufen am )
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