Intrada (Intrade)

Musik zu einem Ein- oder Aufzug (lat. intrare = eintreten), d. i. zu einem stilisierten Schreiten; v. a. durch Bläser (Fanfare, Tusch; etwa entsprechend der ital. Toccata).

Anfangs meist improvisiert, ab dem 16. Jh. (vielleicht nach italienischen Vorbildern) mehr und mehr komponiert, oft auch bestimmten Persönlichkeiten (z. B. Adeligen, Würdenträgern, Bürgermeistern, Pfarrern usw.) in besonderer Weise vorbehalten (Identität) und in dieser Funktion zuletzt in Kirchen bis ins 19. Jh., in Einzelfällen sogar bis heute (2002) in Gebrauch (s. Bsp. aus Kremsmünster). Wohl von daher ist die I. im österreichischen Barock gelegentlich auch Satz einer Suite (insbesondere sog. Variationensuiten, z. B. von J. Thesselius, P. Peuerl), dabei jedoch durchaus nicht nur in geradem Takt, was ihre Stilisierung besonders unterstreicht.

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Rudolf Flotzinger

Letzte inhaltliche Änderung

25.4.2003

Empfohlene Zitierweise

Rudolf Flotzinger, Art. „Intrada (Intrade)“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d2ab (abgerufen am )

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