Anfangs meist improvisiert, ab dem 16. Jh. (vielleicht nach italienischen Vorbildern) mehr und mehr komponiert, oft auch bestimmten Persönlichkeiten (z. B. Adeligen, Würdenträgern, Bürgermeistern, Pfarrern usw.) in besonderer Weise vorbehalten (Identität) und in dieser Funktion zuletzt in Kirchen bis ins 19. Jh., in Einzelfällen sogar bis heute (2002) in Gebrauch (s. Bsp. aus Kremsmünster). Wohl von daher ist die I. im österreichischen Barock gelegentlich auch Satz einer Suite (insbesondere sog. Variationensuiten, z. B. von J. Thesselius, P. Peuerl), dabei jedoch durchaus nicht nur in geradem Takt, was ihre Stilisierung besonders unterstreicht.
Literatur
- NGroveD 12 (2001)
- P. Nettl, Tanz und Tanzmusik. Tausend Jahre beschwingter Kunst 1962
- C. Sachs, Eine Weltgeschichte des Tanzes 1933
- Kellner 1956
- R. Flotzinger in JbOÖMV 118/I (1973)
Abbildungen
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Intrada (Intrade)“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d2ab (abgerufen am )
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