Internationales Franz Schubert Institut (IFSI)

Forschungsinstitut.

1979 wurde in Wien die Gesellschaft für die Förderung der Schubert-Forschung gegründet mit dem Ziel, die seinerzeit von O. E. Deutsch edierten Dokumente zu Leben und Werk Fr. Schuberts neu herauszugeben. Im Mai 1987 wurde die Gesellschaft in ein Internationales Franz Schubert Institut umgewandelt und mit Forschungen auf breiterer Basis begonnen. Geplante Aktivitäten waren die Neuausgabe der Dokumente, eine Schubert-Bibliographie sowie weitere Veröffentlichungen. Es wurden Kontakte zu und die Zusammenarbeit mit anderen, teils auch auf Initiative des IFSI gegründeten Schubert-Gesellschaften gepflegt. Das Institut verstand sich als zentrale Informationsstelle über Länder übergreifende Schubert-Aktivitäten. Das IFSI gab auch die Anregung zum Grand Prix Franz Schubert (gemeinsam mit der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich), der alle zwei Jahre die jeweils beste Schubert-Einspielung auf Schallplatte oder CD prämieren sollte. Erste Preisträgerin war 1991 die Pianistin Ingeborg Baldaszti. Ehrenpräsident war C. Abbado, dem Ehrenpräsidium gehörten A. Brendel, R. Holl, E. Krenek, G. Ligeti und Maurizio Pollini an. Langjähriger Generalsekretär war bis 2001 Ernst Hilmar, 2005 erfolgte die Auflösung des IFSI.

Schriften

Literatur

Autorin

  • Andrea Harrandt

Letzte inhaltliche Änderung

28.7.2012

Empfohlene Zitierweise

Andrea Harrandt, Art. „Internationales Franz Schubert Institut (IFSI)“ (28.7.2012), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d2a3 (abgerufen am )

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