Sohn des Pfarrmusikers Josef H. († 1765), Stiefsohn des in Hall i. T. als Organist wirkenden Johann Prohaska, der ihn zum Wunderkind ausbildete und sich von ihm oft an der Orgel vertreten ließ. J. A. H. wurde dann im Stift Fiecht (St. Georgenberg-Fiecht) bei Schwaz/T von P. M. Dagn weiter musikalisch ausgebildet und reiste als Zehnjähriger mit seinem Stiefvater durch Deutschland. Trotz verschiedener Angebote entschied er sich für Hall i. T. als bis zu seinem Tod dauernde Wirkungsstätte. 1779 wurde er als „Supernumerarius“, 1785 als wirklicher Pfarrmusikant angestellt. Seine Kirchenmusik-Kompositionen fanden weite Verbreitung. H. war Lehrer u. a. von J. B. Gänsbacher.
Werke
zahlr. Messen, Requiem- u. Te Deum-Vertonungen, Offertorien, Gradualien (s. Abb., Litaneien, Vespern und kleinere Gesänge; Fugen (s. Abb.); Klavierstücke (s. Tbsp.e).
Schriften
Literatur
- W. Senn, Aus dem Kulturleben einer süddt. Kleinstadt. Hall in Tirol 1938
- Wurzbach 26 (1874)
- MGÖ 2 (1995)
- K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols (2004)
- F. Gratl in J. Lanz et al. (Red.), [Kgr.-Ber.] Säkularisation 1803 in Tirol. Brixener Initiative Musik u. Kirche. Sechzehntes Symposion 2003 , 2005
Abbildungen
Hörbeispiele
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
4.9.2024Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Holzmann, Joseph Alois“ (4.9.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d1fe (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

