Lebte wahrscheinlich als Privatmusiklehrer in Wien. Seit 1783 Mitglied, 1784 Meister vom Stuhl der Freimaurerloge Zur Wahren Eintracht (Bundesbruder von W. A. Mozart) und deren Hauskomponist. Als Liedkomponist wurde er zu den begabtesten seiner Zeit gezählt. O. E. Deutsch nannte H. als möglichen Komponisten der Melodie der heutigen österreichischen Bundeshymne.
Werke
Lieder (14 Lieder in DTÖ 64 [1920], hg. v. M. Ansio und I. Schlaffenberg); Liederhefte (Lieder mit Begleitung des Fortepiano 1779; XII Deutsche Lieder für das Clavier, ca. 1787); Klaviertrios; Sonaten für verschiedene Besetzungen; Freimaurermusiken und Logenlieder (Gesellenreise, Im Namen der Armen, Kettenlied).
Schriften
- Kurzgefaßte Anweisung zum Generalbaß.
Literatur
- Erhart 1998
- Czeike 3 (1994)
- MGG 4 (1955), 893 u. 8 (1960), 765
- H.-J. Irmen (Hg.), Die Protokolle der Loge „Zur wahren Eintracht“ 1994
- F. Grasberger, Die Hymnen Österreichs 1968
- O. E. Deutsch in ÖMZ 14 (1959), 47ff
- Wurzbach 8 (1862)
- EitnerQ 5 (1901)
- Gerber NTL 1812–14
- Pazdirek 8 (1904–10)
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Holzer (Holtzer), Johann Baptist“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d1f8 (abgerufen am )
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