Trat 15-jährig als Geigerin an die Öffentlichkeit, studierte Germanistik und Musikwissenschaft an der Univ. und Gesang an der MHsch. Berlin bei Hermann Weißenborn; Operndebüt 1933 in Wuppertal/D, ging dann über Düsseldorf nach Dresden; 1941 bereits bei den Bayreuther Festspielen. 1943 holte K. Böhm sie an die Wiener Staatsoper (über 900 Auftritte in über 40 Rollen), deren Mitglied sie bis 1970 blieb. Seit 1948 sang sie auch bei den Salzburger Festspielen, absolvierte Gastspiele in Europa, Südamerika und den USA. Sie verkörperte – auch auf Grund ihrer schauspielerischen Ausdruckskraft – besonders erfolgreich die großen Partien des G. Verdi- (Lady Macbeth, Amneris, Azucena, Eboli), Rich. Wagner- (Ortrud, Fricka, Brangäne) und R. Strauss-Faches (Oktavian, Klytämnestra, Amme), gehörte aber ebenso zum legendären Wiener Mozartensemble, wirkte in mehreren Opern-UA.en bzw. -EA.en mit, sang zuletzt noch kleinere Charakterrollen und trat auch als Lied-, Konzert- und Oratoriensängerin auf. 1971 nahm sie an der Volksoper Wien ihren Bühnenabschied. Als Pädagogin, 1957–60 auch als Prof. an der Wiener MAkad., gab sie ihr Wissen weiter. Zahlreiche Tonträger haben ihre Stimme bewahrt.
Ehrungen
- Kammersängerin 1947
- Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper 1970
- „Silberne Rose“ der Wiener Philharmoniker
Literatur
- K-R 1997 u. 2000
- NGroveD 11 (2001)
- R. Celletti/L. Riemens in Le grandi voci 1964
- E. Wurm, E. H. Ein Künstlerbild 1966
- mus [= M. Sieber] in Die Presse 8.8.1997
- G. Kraus in Die Presse 6.–8.12.1986
- [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 205
- F-A 1 (1974)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Höngen (Hoengen), Elisabeth“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d1aa (abgerufen am )
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