Herzog, Familie

Musikpädagogen

Laurenz Benedikt: * 1774 Rauhenschlag/Böhmen (Horní Stropnice/CZ), † nach 1840 Linz?. Schullehrer, Organist. Über H.s Jugend und Ausbildung ist wenig bekannt. 1788 erhielt er in Linz sein Gehilfenzeugnis, 1794 das Lehramtszeugnis. 1794–1839 war er Schulmeister und Organist in Vöcklabruck. Diesen Posten erhielt er schon als 19-jähriger, weil er als Regens chori vor Stadtrat und Geistlichkeit eine zufriedenstellende Orgelprüfung ablegte. Seine Einkünfte betrugen jährlich über 700 Gulden. Dennoch wird in einem Pro Memoria von 1817 – erhalten im Pfarrarchiv Vöcklabruck – über ihn gesagt, er sei zwar „ein guter Organist, außerdem nicht viel, aber ein Prahler“. H. war auch als Thurnermeister tätig und zudem erster Kapellmeister der 1812 gegründeten Bürgerkorpskapelle von Vöcklabruck, die er bis 1833 leitete. Seine Pensionsjahre dürfte er in Linz verbracht haben.

Sein Sohn

Laurenz: * 6.10.1817 Vöcklabruck/OÖ, † nach 1879 (Ort?). Schullehrer, Chorleiter. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er vermutlich vom Vater. Besuch der Präparandie in Linz. 1835 erhielt H. das Gehilfenzeugnis, 1838 wurde er adjustiert. Das Lehrerzeugnis bekam er 1839, die Berechtigung für den Unterricht an Hauptschulen erst 1861. Bis ca. 1838 war H. 1. Gehilfe in Vöcklabruck. 1839 folgte er hier seinem Vater im Schulmeisterdienst nach. 1879 ging er in den Ruhestand. 1850 gründete er mit Gesinnungsgenossen die Vöcklabrucker Liedertafel, deren erster Leiter er war. Auf sein Betreiben hin bekam auch die Stadtpfarrkirche (St. Ulrich) eine neue Orgel. H. war ein persönlicher Freund A. Bruckners.

Literatur

Autor

  • Klaus Petermayr

Letzte inhaltliche Änderung

18.3.2015

Empfohlene Zitierweise

Klaus Petermayr, Art. „Herzog, Familie“ (18.3.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003223fb (abgerufen am )

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