Steirischer Lyriker im 2. Viertel des 13. Jh.s. Höchstwahrscheinlich aus dem Geschlecht von Murdorf bei Judenburg/St nahe Liechtenstein (Hofmeister). Die Große Heidelberger (Manessische) Liederhandschrift überliefert vier Lieder im Stil Walthers v. d. Vogelweide mit den Themen: Weltentsagung (Lied 1), Minneklage (2 u. 4), Frühlings- und Frauenpreis (3). Heinrich ordnet sich in die literarische Szene des Herzogtums Steiermark um die Mitte des Jh.s ein, in deren Mittelpunkt Ulrich v. Liechtenstein gestanden ist.
Literatur
- W. Hofmeister, Die steirischen Minnesänger. Edition, Übersetzung, Kommentar 1987
- F. V. Spechtler/B. Maier, Ich – Ulrich von Liechtenstein. Literatur und Politik im Mittelalter 1999
Autor
- Franz Viktor Spechtler
Letzte inhaltliche Änderung
11.9.2002Empfohlene Zitierweise
Franz Viktor Spechtler, Art. „Heinrich von der Muore“ (11.9.2002), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0002552f (abgerufen am )
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