Nach erstem Unterricht in Pressburg bei Joseph Matalay 1833–37 Ausbildung am Konservatorium der GdM bei Jos. Böhm, J. Mayseder, K. Kreutzer und S. Sechter. Ab 1840 unternahm er in Begleitung seines Vaters (Violindilettant) ausgedehnte Konzertreisen durch Deutschland, 1842 nach Dänemark, Schweden, Norwegen und Russland. 1847 kehrte er nach Pressburg zurück, wo er u. a. seine Kompositionsstudien fortsetzte. 1851 Reisen nach England, Nord- und Südamerika, 1854 zu den Südsee-Inseln und nach Australien, 1858 nach Indien und Ägypten, 1860 in die Türkei und nach Italien, 1861 Paris, 1864 Berlin und 1874 Köln/D. Als Komponist ohne Bedeutung, zählte er als Geiger zu den größten musikalischen Phänomenen der Zeit, wobei v. a. seine effektvolle Technik bewundert wurde. Onkel von H. Reinhardt.
Werke
Operette Der blinde Ehemann; Vogel-Caprice op. 34; Vier Lieder ohne Worte op. 37; Rhapsodie hongroise op. 43; Bearbeitungen von Liedern Fr. Schuberts für Kl.
Schriften
- S. Hauser (Hg.), Aus dem Wanderbuche eines österr. Virtuosen 2 Bde. 1858/59
Literatur
- ÖBL 2 (1959)
- MGG 5 (1956)
- Stieger II/2 (1977)
- C. Roderick/H. Anderson, M. H.’s Letters from Australia 1854–58, 1988
- A. Ehrlich (Hg.), Berühmte Geiger der Vergangenheit und Gegenwart 1893
Abbildungen
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
14.11.2024Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Hauser, Miska (Michael)“ (14.11.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d0c2 (abgerufen am )
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