Hauser, Miska (Michael)

* 1822 Pressburg (Bratislava), † 8.12.1887 Wien

Violinvirtuose und Komponist

Nach erstem Unterricht in Pressburg bei Joseph Matalay 1833–37 Ausbildung am Konservatorium der GdM bei Jos. Böhm, J. Mayseder, K. Kreutzer und S. Sechter. Ab 1840 unternahm er in Begleitung seines Vaters (Violindilettant) ausgedehnte Konzertreisen durch Deutschland, 1842 nach Dänemark, Schweden, Norwegen und Russland. 1847 kehrte er nach Pressburg zurück, wo er u. a. seine Kompositionsstudien fortsetzte. 1851 Reisen nach England, Nord- und Südamerika, 1854 zu den Südsee-Inseln und nach Australien, 1858 nach Indien und Ägypten, 1860 in die Türkei und nach Italien, 1861 Paris, 1864 Berlin und 1874 Köln/D. Als Komponist ohne Bedeutung, zählte er als Geiger zu den größten musikalischen Phänomenen der Zeit, wobei v. a. seine effektvolle Technik bewundert wurde. Onkel von H. Reinhardt.

Werke

Operette Der blinde Ehemann; Vogel-Caprice op. 34; Vier Lieder ohne Worte op. 37; Rhapsodie hongroise op. 43; Bearbeitungen von Liedern Fr. Schuberts für Kl.

Schriften

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Andrea Harrandt

Letzte inhaltliche Änderung

14.11.2024

Empfohlene Zitierweise

Andrea Harrandt, Art. „Hauser, Miska (Michael)“ (14.11.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d0c2 (abgerufen am )

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