Haböck, Franz

* 23.4.1868 Bad Hall/OÖ, † 16.12.1921 Wien

Gesangspädagoge

Erhielt durch sein musikalisches Elternhaus schon früh eine entsprechende Ausbildung. H. begann in Wien Medizin zu studieren, wandte sich 1893 aber endgültig der Musik zu und wurde Schüler von J. Labor und den Brüdern Fuchs am Konservatorium der GdM (bis 1898). Ab 1899 war H. (Nachfolger von J. Gänsbacher) als Gesangslehrer an seiner ehemaligen Ausbildungsstätte, ab 1905 als Prof. H. wirkte maßgeblich an der Umwandlung des Konservatoriums in eine Akademie für Musik (ab 1909) mit und engagierte sich in der Professionalisierung der Musikausbildung (Reform des Staatsprüfungswesens und Verbesserung der Musiklehrerausbildung). Darüber hinaus beschäftigte er sich auch intensiv mit Stimmphysiologie und dem Kastratenwesen und gab um 1910 Gesangschulen von L. Lablache und P. v. Winter heraus.

Gedenkstätten

  • Habockgasse (Wien XXIII)

Ehrungen

  • Franz-Joseph-Orden 1918
  • Reg.-Rat 1921

Schriften

Literatur

  • Czeike 3 (1994)
  • ÖBL 2 (1959)
  • Mitt. Archiv MUniv. Wien

Autorinnen

  • Elisabeth Th. Hilscher
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

2.11.2015

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Monika Kornberger, Art. „Haböck, Franz“ (2.11.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d014 (abgerufen am )

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