Erhielt durch sein musikalisches Elternhaus schon früh eine entsprechende Ausbildung. H. begann in Wien Medizin zu studieren, wandte sich 1893 aber endgültig der Musik zu und wurde Schüler von J. Labor und den Brüdern Fuchs am Konservatorium der GdM (bis 1898). Ab 1899 war H. (Nachfolger von J. Gänsbacher) als Gesangslehrer an seiner ehemaligen Ausbildungsstätte, ab 1905 als Prof. H. wirkte maßgeblich an der Umwandlung des Konservatoriums in eine Akademie für Musik (ab 1909) mit und engagierte sich in der Professionalisierung der Musikausbildung (Reform des Staatsprüfungswesens und Verbesserung der Musiklehrerausbildung). Darüber hinaus beschäftigte er sich auch intensiv mit Stimmphysiologie und dem Kastratenwesen und gab um 1910 Gesangschulen von L. Lablache und P. v. Winter heraus.
Gedenkstätten
- Habockgasse (Wien XXIII)
Ehrungen
- Franz-Joseph-Orden 1918
- Reg.-Rat 1921
Schriften
- Die physiologischen Grundlagen der altitalienischen Gesangschule 1909, Wie lange muß man Gesang studieren? in Wr. musikalisches Taschenbuch 1910, [1909]
- Hg.: L. Lablache, Vocalises pour soprano ou tenor, L. Lablache, Exercices pour soprano ou tenor, L. Lablache, Vocalises pour le medium de la voix, Exercices pour le medium de la voix, P. v. Winter, Übungen, Solfeggien und Variationen alle ca. 1910
- Die Gesangskunst der Kastraten 1923 (Klavierauszüge von F. Rebay)
- Die Kastraten und ihre Gesangskunst 1927
Literatur
- Czeike 3 (1994)
- ÖBL 2 (1959)
- Mitt. Archiv MUniv. Wien
Autorinnen
- Elisabeth Th. Hilscher
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
2.11.2015Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Monika Kornberger, Art. „Haböck, Franz“ (2.11.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d014 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

