Studierte 1906–09 an der Univ. Wien Musikwissenschaft u. a. bei G. Adler, danach in Dresden/D Gesang bei August Iffert (1859–1930). Ab September 1910 erteilte er in Wien selbst Gesangsunterricht und arbeitete als Musikkritiker (Das Vaterland). Darüber hinaus erfolgreiche Auftritte als Konzertsänger (u. a. im Wiener Konzerthaus). Seine eigene Ausbildung setzte er 1911–14 bei H. Grädener (Komposition), J. Hofmann (Klavier), F. Löwe und E. Mandyczewski fort, danach in Mailand bei Vittorio Maria Vanzo (1862–1945) und schließlich 1925/26 ebenfalls in Mailand bei Ildebrando Pizzetti (1880–1968). Als Konzert- und Liedsänger führten ihn Tourneen durch zahlreiche europäische Länder. 1914 übersiedelte G. nach Genf/CH, wo er bis 1918 als Gesangslehrer arbeitete, ab 1920 als solcher in Dresden tätig. Später ging er nach Italien und wirkte nach Kriegsende als Gesangspädagoge am Konservatorium in Genf.
Werke
Klavierwerke; Liederzyklen; Bearbeitungen (Orfeo von Claudio Monteverdi; Werke u. a. von Heinrich Schütz, G. F. Händel).
Schriften
- dt. Übersetzung von Pizzettis Phädra.
Literatur
- ÖBL 2 (1959)
- Kürschner 1954
- Müller-Asow 1929
- Das Vaterland 8.9.1910, 7, 16.12.1910, 8
- Wr. Allgemeine Ztg. 6.4.1911, 4
- www.kalliope-verbund.info (1/2025)
- https://demos.ac.at (8/2025)
- https://konzerthaus.at/datenbanksuche (5/2025)
- eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at)
- Mitt. Hansjörg Rost (4/2025)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.8.2025Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Gürtler, Hermann“ (14.8.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cfeb (abgerufen am )
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