Grünauer, Ingomar

* 11.8.1938 Melk/NÖ

Komponist

Studium an der Wiener MAkad. (1950–61) bei H. Swarowsky, R. Hauser und K. Schiske, Fortbildung bei den Darmstädter Ferienkursen. Seit seinem ersten Engagement (1961–68 Kapellmeister in Heidelberg) lebt G. in Deutschland, hat für verschiedene Bühnen als Komponist und Verantwortlicher für Schauspielmusik gearbeitet. 1974 ging er als Lehrbeauftragter für Szenische Musik nach Brasilien (Bahia); 1968–82 war G. als Lehrer an verschiedenen Schulen in Schwandorf/D und Wiesbaden/D tätig. Seit 1982 Prof. an der Fachhochschule Frankfurt am Main (Ästhetik und Kommunikation). G.s. Kompositionen sind stark von seiner Bühnentätigkeit beeinflusst; obwohl er selbst sich als stark durch Fr. Schubert beeinflusst bezeichnet, ist sein Stil sehr offen und experimentierfreudig. G. erhielt mehrere Kompositionsaufträge, u. a. vom ORF, dem österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dem Stadttheater Luzern/CH, dem Theater Basel/CH.

Ehrungen

  • 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb der Wiener MAkad. 1960
  • Kulturwochenpreis der Stadt Innsbruck 1966
  • Förderungspreis des Landes Niederösterreich 1969
  • Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden 1982

Werke

Opern und andere Bühnenwerke (Nachtrag zum Sündenfall, Walfischbauch, König für einen Tag, Winterreise, Trilogie der Sommerfrische, Cantor – Die Vermessung des Unendlichen), Kantaten, Ballettmusik, Kammermusik, Lieder.

Literatur

Autorinnen

  • Elisabeth Th. Hilscher
  • Vera Charvat

Letzte inhaltliche Änderung

23.7.2024

Empfohlene Zitierweise

Vera Charvat, Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Grünauer, Ingomar“ (23.7.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cfc8 (abgerufen am )

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