Ausbildung bei József? Ellinger in Budapest, bei Joseph Böhm (privat) in Wien und am Konservatorium in Leipzig/D (bei Moritz Hauptmann). 1858–61 war er als erster Geiger in der HMK von Weimar/D engagiert, dann an der HMK von Hannover/D. Erfolgreiche Konzertreisen führten ihn durch England, Deutschland und Holland. Mit 1.10.1868 wurde G. Konzertmeister der Wiener Hofoper und Mitglied der Wiener Philharmoniker (bis 1897). In seiner Tätigkeit als Lehrer am Wiener Konservatorium (1877–1908) bildete er eine ganze Generation in der Tradition der Wiener Geigenschule aus (u. a. Fr. Kreisler und C. Flesch).
Ehrungen
- Ritter des Franz Joseph-Ordens
- Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone
- königlich rumänische Medaille für Kunst und Wissenschaft „Bene merenti“ I. Klasse
- K. k. Prof.-Titel
- Ehrenmitglied des Wiener Tonkünstler-Vereines.
Literatur
- ÖBL 2 (1959)
- Kosel 1902
- Eisenberg 1893
- F-A 1 (1936)
- A. Ehrlich (Hg.), Berühmte Geiger der Vergangenheit und Gegenwart 1893
- [Fs.] Wr. Philharmoniker 1842–1942, 1942, 117
- R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der K. k. GdM 1912, 324
- Wr. Tonkünstler-Verein. 28. Jahresbericht, 1911–1912
- eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM)
Abbildungen
Autor:innen
- Elisabeth Th. Hilscher
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
25.2.2015Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Grün, Jakob Moritz“ (25.2.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cfd5 (abgerufen am )
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