Absolvierte seine Lehrerausbildung 1859 in Graz, ab 1862 war er Unterlehrer (neben H. Neckheim) in Hernals (Wien XVII), danach in Wien III, wo er ab 1888 bis zuletzt als Oberlehrer wirkte. Daneben ab 1868 (bis mindestens 1902) Gesanglehrer in einem Gymnasium in Wien II. 1863 war G. – wie auch H. Neckheim – Mitbegründer des Wiener Schubertbundes, dem er als Solist zur Verfügung stand und dessen Vereinsleitung er Jahre hindurch als Sangrat angehörte. Ab 1869 war er Tenor im nach ihm benannten G.-Quartett des Schubertbundes (s. Abb.), das in wechselnden Besetzungen vereinzelt bis in die frühen 1890er Jahre auftrat.
Ehrungen
- Goldene Salvatormedaille der Stadt Wien 1901
- Medaille für 40-jährige Dienste 1903
- Ehrenmitglied des Wr. Schubertbundes 1905
Werke
Lieder, Männerchöre, kleinere Kirchenmusik; Neuestes dt. Volksliederbuch 1883.
Literatur
- A. Decker in E. Bild (Hg.), [Fs.] Der Niederösterr. Sängerbund 1863–1913, 1913
- A. Weiß, Fünfzig Jahre Schubertbund 1913
- Morgen-Post 16.11.1869, 4
- NFP 22.3.1871, 7, 22.3.1907, 9
- Dt. Kunst- u. Musik-Ztg. 22.11.1884, 582, 8.3.1902, 77
- Die Presse 26.7.1887, 9
- Wr. Ztg. 16.6.1888, 2, 13.10.1905, 3
- Die Lyra 1.12.1892, 6, 15.7.1893, 5
- Neues Wr. Tagbl. 1.5.1901, 4, 20.3.1907, 10, 21.3.1907, 10
- Illustrirtes Wr. Extrabl. 8.4.1903, 5
- Dt. Volksbl. 20.3.1907, 10
- Reichspost 21.11.1915, 11
- Sterbebuch 1907– 08 der Pfarre St. Rochus (Wien III), fol. 17
- www.demos.ac.at (4/2020)
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
24.9.2020Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Großbauer, Ludwig Franz“ (24.9.2020), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003bda28 (abgerufen am )
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