Besuchte 1869/70 das Konservatorium der GdM (Studien bei M. Marchesi) und war 1870/71 Bassist an der Wiener Hofoper. 1873 gab er sein Debüt in Salzburg, weitere Engagements führten ihn nach Laibach (1874), Arnheim/NL (1875–77), Salzburg (1877/78), Graz (1878–80), Gent/B (1880/81), Nürnberg/D (1881/82), Darmstadt/D (1882/83), Straßburg (Strasbourg/F; 1883/84), Frankfurt am Main/D (1884–87), Hamburg/D (1887/88), New York/USA (1888/89), Köln/D (1890/91) und Hannover/D (1893/94). Ab 1891 gab er fast nur mehr Gastspiele. Nach seinem Bühnenabschied wirkte er 1897–1900 als Prof. für Gesang am Konservatorium der GdM. Im Haus seines Bruders Karl in Perchtoldsdorf verbrachte Fr. Schmidt die Jahre 1888–90, G. engagierte den jungen Schmidt zeitweise als Klavierbegleiter. Er widmete sich v. a. den Werken Rich. Wagners und wirkte in der amerikanischen EA von Das Rheingold mit. Seit 15.10.1888 verheiratet.
Literatur
- K-R 1997 u. 2000
- DBEM 2003
- Kosch 1 (1953)
- Ulrich 1997
- Sterbebuch der Pfarre Döbling 1936–38, fol. 7
- eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM)
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
10.11.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Grienauer, Alois“ (10.11.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00137230 (abgerufen am )
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