Nach seiner Ausbildung am Veitschen Konservatorium (bei Albert Becker) Theaterkapellmeister in Bremerhaven, Königsberg (Kaliningrad/RUS) und Berlin; dirigierte 1896 am Haymarket-Theatre in London und unterrichtete an der Royal Academy of Music; lehrte 1908 am Wiener Neuen Konservatorium; 1910–13 Direktor der Salzburger Musikhochschule Mozarteum; lebte danach in München; 1920–24 Nachfolger Max Regers als Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium; 1927 wieder in München; 1930 Leitung des Sternschen Konservatoriums in Berlin; 1934 [MGG: 1933] an der Meisterschule für Komposition an der Akademie der Künste. 1933 Vizepräsident der Reichsmusikkammer, folgte 1935–41 R. Strauss als Leiter der Fachschaft Komposition; letzte Lebensjahre in Wien und auf dem Semmering/NÖ. Bereits während der Weimarer Republik galt seine spätromantische Musik, insbesondere seine mystische Oper Hanneles Himmelfahrt den konservativen Kritikern als Alternative zur modernen „Zeitoper“.
Ehrungen
- Mitglied der Berliner Akademie der Künste 1933 [MGG: 1920]
Werke
Opern (Hanneles Himmelfahrt nach Gerhart Hauptmann; Der Prinz von Homburg nach Heinrich v. Kleist); Orchesterwerke (Suite Die Flöte von Sanssouci); Kammermusik; Lieder und Chorwerke.
Literatur
- NGroveD 10 (2001)
- MGG 5 (1956)
- ÖBL 2 (1959)
- G. Graener, P. G. 1922
- P. Grümmer, Verzeichnis der Werke P. G.s 1937
- F. Stege in Zs. für Musik (Jänner 1932)
- H. Blume in Die Musikwoche (Jänner 1937)
- E. Schmitz in Zs. für Musik 109 (1942)
- H.-G. Klein in Norddt. Beiträge 1 (1978)
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Graener, Paul“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cf72 (abgerufen am )
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