Gottlieb, Anna (Nannerl, Nannina)

* 29.4.1774 Wien, † 4.2.1856 Wien

Sängerin (Sopran) und Schauspielerin

Aus einer Schauspielerfamilie (Eltern: Johann Christoph G. [1737–98]; Maria Anna [geb. Theyner, 1745–98]; Schwester: Josepha Doppler [1767/68–1825]) stammend, trat sie bereits im Alter von fünf Jahren auf, sang 1786 bei der UA von W. A. Mozarts Le nozze di Figaro die Barbarina und 1791 bei der UA von dessen Zauberflöte die für sie geschriebene Partie der Pamina. 1792–1806 trat sie am Theater in der Leopoldstadt auf und sang in zahlreichen Stücken von W. Müller und F. Kauer. 1806–11 hatte sie keine Engagements. Nach Verlust ihrer Gesangsstimme war sie als Schauspielerin in kleinen Rollen tätig, wurde aber schon 1826 ohne Pension fristlos entlassen. Auf Betreiben von L. A. Frankl wurde die in Armut lebende G. 1842 als Ehrengast zur Mozart-Denkmalenthüllung nach Salzburg eingeladen und auch noch 1856 anlässlich der Feier von Mozarts 100. Geburtstag geehrt.

Literatur

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

25.4.2003

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Gottlieb, Anna (Nannerl, Nannina)“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cf69 (abgerufen am )

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