Goldschmied (Goldschmidt), Richard

* 20.6.1880 Wien, † nach 25.10.1941 Ghetto Litzmannstadt (Łódź/PL)

Pianist, Klavierpädagoge

Der Sohn eines Kaufmanns erhielt seine Klavierausbildung bis 1901 bei R. Robert, 1901– 03 bei Th. Leschetizky und 1903/4 bei E. Sauer, Musiktheorie bei R. Fuchs und E. v. Mandyzczewski. 1904 Diplom der Meisterschule für Klavierspiel am Konservatorium der GdM. Danach verfolgte er eine Karriere als Klaviervirtuose, konzertierte 1905 zunächst in Berlin, danach regelmäßig in Wien, zum Teil auch in Kammermusikbesetzungen. G. bemühte sich in seinem Repertoire auch um zeitgenössische Komponisten wie Claude Debussy und Maurice Ravel. Am 29.6.1912 spielte er in Wien bei einem Konzert Lebende österreichische Komponisten die Sonate op. 1 von A. Berg. Daneben war G. auch als Klavierpädagoge tätig. 1906–08 unterrichtete er am Vogt-Konservatorium in Hamburg/D, 1910–12 am Neuen Wiener Konservatorium, danach als Privatlehrer in Wien und ab etwa 1917 bis 1923 am Krüß-Färber-Konservatorium in Hamburg; danach wieder als Privatlehrer in Hamburg. Am 3.4.1918 aus dem Judentum ausgetreten. Zweiter Ehemann von M. Winternitz-Dorda.

Werke

Klavierstücke; Lieder.

Literatur

  • Müller-Asow 1929
  • E. Weissweiller, Ausgemerzt!, 1999
  • H. Brückner/C. M. Rock (Hg.), Judentum und Musik 31938
  • Illustriertes Oesterreichisches Journal 10.11.1910, 6
  • NFP 20.12.1905, 12
  • Neues Wr. Tagbl. (Abendbl.) 1.12.1905, 11
  • Fremden-Bl. 10.5.1913, 16
  • Freie Stimmen 10.5.1917, 3
  • Geburtsbuch der IKG Wien 1878–80, RZ 5263

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

5.7.2019

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Goldschmied (Goldschmidt), Richard“ (5.7.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003ac08d (abgerufen am )

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