Nach seiner musikalischen Ausbildung in Brünn war G. 1893–1918 Musiklehrer an der Lehrerbildungsanstalt in Brünn. 1892 begann G. systematisch das deutschsprachige Liedgut in Mähren und Südschlesien zu sammeln und zu erforschen; 1900 gründete er den Deutschen Volksgesangverein. 1906 wurde G. die Leitung des Arbeitsausschusses für das deutsche Volkslied in Mähren und Schlesien innerhalb des großen Volkslied-Projektes des Ministeriums für Cultus und Unterricht übertragen (Volksliedsammlung). G.s Materialien liegen zum Teil an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag (Institut für Ethnographie und Folkloristik), sind aber bislang (2002) nicht ausgewertet worden.
Literatur
- ÖBL 2 (1959)
- LdM 2000
Autorin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Götz (bis 1906: Žák), Josef“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020966 (abgerufen am )
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