G. erhielt bei Alfred Bekefi in St. Petersburg/RUS eine Tanzausbildung und trat als Akrobat im Zirkus Renz auf. Seit 1893 war er 1. Mimiker des Wiener Hofopernballetts. 1919 war er Ballettmeister des Wiener Staatsopernballetts. Als Mimiker verkörperte er u. a. die handlungstragenden Partien in Balletten von C. Telle, J. Haßreiter und L. Frappart sowie in Arthur Schnitzlers Pantomime Der Schleier der Pierrette (1911). Wichtigstes eigenes Werk für die Hofoper war Der Schneemann (M: E. W. Korngold, 1910). Wiederholt choreographierte G. Revuen und Pantomimen für das Unterhaltungstheater (Venedig in Wien, Ronacher, E. Danzers Orpheum und Carltheater). 1907 gründete er eine Ballettschule in Wien. Sein Sohn Willi Carl August G. (1892–1943) war Ballettmeister an Bühnen in Deutschland und der Schweiz.
Literatur
- Raab 1994
Abbildungen
Autorin
- Gunhild Oberzaucher-Schüller
Letzte inhaltliche Änderung
5.4.2023Empfohlene Zitierweise
Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Godlewski, Carl Borromäus“ (5.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00020952 (abgerufen am )
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