Sohn von Peter Paul (1776–1849), der ab 1823 einer der wichtigsten Kopisten von L. v. Beethoven war. Ab 1809 Sängerknabe der Dresdner Hofkapelle, 1813/14–17 Ausbildung am Konservatorium in Prag (bei F. W. Pixis und Dionys Weber). 1817 ging G. nach Wien, wo er bis 1827 Kapellmeister am Theater in der Josefstadt und 1827–30 am Theater an der Wien war. Für beide Theater komponierte er die Musik zu mehr als 120 Bühnenwerken. 1830 ging er nach Berlin, wo er Kapellmeister am Königstädter Theater war. 1842 wurde er nach Kopenhagen engagiert, wo er 1843 Hofkapellmeister wurde und ab 1845 Direktor des Konservatoriums war.
Ehrungen
- Prof.-Titel 1851
Werke
19 Opern (Claudine von Villa-Bella 1826, Des Adlers Horst 1832), 8 Pantomimen, Possen, Schauspielmusiken.
Sein Sohn Joseph August Eduard Friedrich: * 25.11.1835 Berlin, † 29.9.1891 Hillerød/DK. Organist und Komponist. Kam 1842 mit seinem Vater nach Dänemark, wo er Jus studierte und eine musikalische Ausbildung erhielt. 1857 und 1865 reiste er u. a. auch nach Wien. Ab 1874 Organist der Schlosskirche in Hillerød.
Werke
ca. 300 Werke, u. a. Oratorium, Orchestermusik, Lieder, Schauspielmusik und Musik zu Balletten von A. Bournonville.
Literatur
- NGroveD 9 (2001)
- NGroveDO 2 (1992)
- W. Haider in T. Fuchs (Hg.), [Kgr.-Ber.] Die Oper in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien 1996, 1996
- MGÖ 2 (1995)
- MGG 16 (1979)
- ÖBL 1 (1957)
- Czeike 2 (1993)
- Stieger II/1 (1977)
- P. Engelstoft/S. Dahl (Hg.), Dansk Biografisk Leksikon 8 (1936)
- P. Tomek, Musik an den Wr. Vorstadttheatern 1776–1825, Diss. 1989
Abbildungen
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Gläser, Franz Joseph“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cf27 (abgerufen am )
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