Giese, Cornelia

* 4.1.1959 Berlin, † 19.2.2000 Wien

Jazzsängerin, Komponistin, Musikpädagogin

Lebte seit ihrem fünften Lebensjahr in Wien. Mitglied des Vienna Art Orchestra, Zusammenarbeit u. a. mit Ch. Muthspiel. Ihre einzige zu Lebzeiten erschienene CD Rainsong mit z. T. selbst komponierten Titeln veröffentlichte sie erst 1997, begleitet wurde sie darauf von ihrem ständigen Trio Hannes Strasser (b), M. Gonzi (dr) und Robert Schönherr (p). Ein Jahr später formierte sie ein eigenes Quartett mit ihrem Stiefvater F. Pauer (p), mit dessen Fritz Pauer Trio sie bereits zuvor zusammengearbeitet hatte, H. Strasser (b) sowie M. Gonzi (dr). Darüber hinaus trat sie auch im Duo mit dem Gitarristen Frank Schwinn auf. Als Klavier- und Gesangspädagogin war G. u. a. in ihrem Wohnbezirk Penzing (Wien XIV) tätig und vermittelte ihr Wissen auch in zahlreichen Jazz-Workshops. G. zählte zu den innovativsten Jazzsängerinnen Österreichs, ihre Werke schrieb sie zumeist für sich selbst, wobei sie ihre ausdrucksstarke, über mehrere Oktaven reichende Stimme bei Bedarf auch virtuos als Instrument einsetzte.

Gedenkstätten

  • Cornelia-Giese-Platz (Wien XIV)
  • Cornelia Giese Fonds des Austrian Music Office als sozialer Hilfsfonds für freischaffende JazzmusikerInnen

Werke

CD Rainsong 1997; Lembranca 2001.

Literatur

  • Concerto 2/2000, 34 [Nachruf]
  • Mitt. MA 9 der Gemeinde Wien
  • eigene Recherchen

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

14.11.2007

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Giese, Cornelia“ (14.11.2007), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x00178c60 (abgerufen am )

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